Was ist Stress? Und was sind Stressoren?

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Tim Gouw

Stress ist die natürliche Reaktion des Körpers auf jede Art von Anforderung oder Bedrohung. Oft entsteht Stress dann, wenn wir glauben, bestimmte Situationen oder Aufgaben nicht bestehen zu können. Bei Veränderungen in unserer Umgebung oder den (Lebens-)Umständen äußert er sich dann in körperlichen, geistigen und emotionalen Reaktionen.

Stressoren wiederum sind die Ereignisse oder Situationen, die die Stressreaktion erst auslösen. Beispiele für Stressoren sind Lebensereignisse wie der Verlust des Arbeitsplatzes, akademischer Druck, finanzielle Probleme oder Beziehungsprobleme. Auch körperliche oder psychische Gesundheitsprobleme, Lärm und Umweltgifte können Stressoren sein. 

Arten von Stressoren

Willst du herausfinden, warum du gestresst bist, kann es hilfreich sein, zuallererst mögliche Stressoren ausfindig zu machen. Wir unterscheiden hier in sechs verschiedene Typen:

  1. Physische Stressoren: Hier handelt es sich um Reize, die deine körperliche Gesundheit beeinflussen. Das können körperliche Überbelastung, Hunger, extreme Temperaturen, Lärm oder Schmerz sein.  
  2. Psychische Stressoren: Das sind interne Stressquellen, die sich auf dein emotionales Wohlbefinden auswirken, wie etwa Beziehungsprobleme, Leistungsdruck im Beruf oder in der Schule, finanzielle Sorgen sowie Über- und Unterforderung im Allgemeinen.
  3. Biochemische Stressoren: Sie werden durch körperliche Stressreaktionen verursacht und wirken sich auf die natürlichen Prozesse deines Körpers aus, z. B. durch Krankheit, Schlafmangel oder Veränderungen des Hormonspiegels.
  4. Soziale Stressoren: Belastungen, die durch das gesellschaftlich-soziale Umfeld entstehen und sich auf Beziehungen auswirken, nennen wir soziale Stressoren. Das kann Mobbing, Streit, Diskriminierung, Klatsch, Wettbewerb oder ein toxisches Arbeitsklima sein.
  5. Umweltstressoren: Das sind externe Faktoren, die sich auf deine Umgebung auswirken, etwa Umweltverschmutzung, Überbevölkerung oder Gewalt. Dazu kommen auch individuelle äußere Stressoren, wie laute Geräusche, Kritik, Krankheiten, Verkehrsstau, Wartezeiten beim Arzt oder der Tod einer nahestehenden Person.
  6. Innere Stressoren: Diese Faktoren kommen aus uns selbst. Ihr Ursprung liegt in unserer Erziehung und beeinflusst, wie schnell und wie stark wir eine Situation als Stress wahrnehmen. Dazu zählen unter anderem Perfektionismus oder hohe Erwartungen.

Arten von Stress

Hast du herausgefunden, welche Stressoren dich beeinflussen, solltest du dir jetzt überlegen, welche Art von Stress du dabei empfindest. Hier gibt es drei Arten:

  1. Akuter Stress ist eine kurzfristige Form von Stress, der durch ein plötzliches, unerwartetes Ereignis ausgelöst wird. Akuten Stress verbindest du oft mit der klassischen “Kampf oder Flucht”-Reaktion, bei der sich der Körper darauf vorbereitet, vor einer wahrgenommenen Bedrohung entweder zu fliehen oder sie abzuwehren.
  2. Episodisch-akuter Stress ist eine Art von akutem Stress, der auftritt, wenn du über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder stressigen Ereignissen ausgesetzt bist. Beispiele hierfür könnten finanzielle Schwierigkeiten, Eheprobleme, arbeitsbezogene Stressoren und gesundheitliche Probleme sein.
  3. Chronischer Stress ist eine Form von Stress, die auftritt, wenn du langfristig stressigen Situationen ausgesetzt bist. Dein Körper und Geist sind dann in einer Art “Daueralarm-Zustand”. Das kann sich negativ auf das körperliche und geistige Wohlbefinden einer Person auswirken und zu einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen führen, etwa durch eine zu energiereiche Ernährung oder zu wenig Bewegung. Chronischer Stress kann sich dann wie eine Spirale hochschaukeln. Folgen können Hautausschläge oder Magen-Darm-Probleme wie Sodbrennen, Durchfall, Verstopfung, Entzündungen oder Magengeschwüren sein. Auch erhöhte Leberwerte oder Diabetes können Folgen sein. Langanhaltender Stress kann zu chronischer Erschöpfung führen, was wir besser als Burnout-Syndrom kennen. 

Damit es gar nicht erst zu einer Stressspirale kommt, ist es wichtig, sich immer wieder Inseln der Pause und Achtsamkeit einzuräumen. Wie das klappen kann, findest du in unserem Blogartikel “Reslienter werden”.

Mehr über Stress und was du zur Meisterung von Stressreaktionen tun kannst, findest du hier auf unserer Seite zur mentalen Gesundheit.

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